Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 17.11.2021 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 175 (Sendung vom 17.05.2000)

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Filmfälle

Trick am Geldautomaten

  • Details: Handwerker hat es eilig und will rasch mit seiner EC-Karte am Automaten Bargeld beziehen. In diesem Vorraum befindet sich scheinbar zufällig auch eine Frau. Unmittelbar nach Wahl des Auszahlungsbetrages verkündet eine Stimme, dass die Scheckkarte eingezogen werden müsse und der Kunde sich beim Personal melden solle. Dieser echauffiert sich und begibt sich in den Geschäftsraum der Bank, wo er der Schalterangestellten sein Anliegen gedrängt vorträgt. Letztere weiß von nichts und meint, der Automat reagiere auch nie mit einer akustischen Ansage und hätte keinen Lautsprecher. Nach weiterem aufgebrachten Drängen des Handwerkers prüft sie den Automaten. Es stellt sich heraus, dass darin keine eingezogene Karte ist. Der Kunde fängt schon an, mit Konsequenzen zu drohen, wonach der Angestellten nach weiterem Rätseln die Idee kommt, dass womöglich alles funktioniert hat und jemand anderes Karte und Geld mitgenommen hat. Urplötzlich erinnert sich nun der Handwerker an die "Kundin", welche in seiner Nähe stand. Er rennt hinaus, zu diesem Zeitpunkt natürlich viel zu spät. Im Nachgang zeigt der Filmfall den Trick: die elegant gekleidete, seriös wirkende Betrügerin bespricht in ihrem Wagen ein Diktafon mit einer Ansage ähnlich wie beim Handwerker. Anschließend klemmt sie das Diktafon mit einer Magnethalterung an die Seite des Geldautomaten, so dass es Benutzern nicht unmittelbar auffällt. Sie verbleibt in dem Automaten-Vorraum als scheinbare Kundin. Punktgenau zum Zeitpunkt, als ein Kunde sich mit seiner PIN authentisiert, aktiviert sie mittels Fernsteuerung die Wiedergabe der Sprachnachricht. Kunde reagiert ähnlich wie der Handwerker und lässt den Automaten stehen. Hier hat er den Auszahlungsbetrag noch nicht gewählt, das erledigt dann die Betrügerin mit dem Höchstbetrag von 2000 DM.
  • Darsteller:
  • Zitate: "Wieso, Stimme? Der sacht nie was!"; "Mensch, der hat aber was gesacht. Glauben Sie, ich spinne?"
  • Bewertung:
  • Besonderheit: Damals die Bezeichnung "Scheckkarte" noch weit verbreitet

Neues von Timesharing

  • Details:
  • Darsteller:
  • Zitate:
  • Bewertung:
  • Besonderheit:

Der eitle Koch

  • Details: Französischer Gourmet-Koch M. Marquin in gehobenem Restaurant bekommt Anruf eines Herrn Kempf wegen einer Reservierung für 6 Personen gleichentags am Abend für den 80. Geburtstag seines Vaters. Sein Ruf eilt ihm scheinbar voraus, der Anrufer spricht ihn mit jedenfalls Namen an und erklärt, ihn "natürlich" zu kennen. Koch bestätigt, dass der Termin trotz Kurzfristigkeit ginge und umreißt ein kulinarisches Menü vom Feinsten. Der Anrufer möchte einen bestimmten Tisch in der Ecke, Nummer 6, für die Runde. Das arrangiert der Koch auch, trotz einer Konfrontation mit dem Restaurantinhaber deswegen. Am Abend ruft Herr Kempf erneut an und teilt mit, er stehe leider im Stau. Ein Taxifahrer würde jedoch beim Restaurant "jeden Moment" vorfahren und einen Siegelring als Präsent für den Vater abgeben. Dieser Fahrer hätte allerdings einen offenen Restbetrag beim Juwelier entrichtet. Das müsse ihm rückerstattet werden, um dessen Auslage der Anrufer M. Marquin bittet. Letzterer ist dem zwar abgeneigt, doch nach gutem Zureden schließlich doch bereit. Kurz darauf betritt wie angekündigt ein Mann das Lokal. Der vermeintliche Taxifahrer verlangt 540 DM, die ihm der Koch, wenn auch widerwillig, ausbezahlt, woraufhin er sich mit dem Geld rasch verabschiedet. Danach fällt M. Marquin im Dialog mit dem Restaurantchef aber auf, dass sowohl der Anrufer als auch der angebliche Taxifahrer dieselbe Formulierung "Alles klaro!" verwendeten und wohl ein und dieselbe Person sein müssen. Beim Hinauslaufen sieht er im Dunkeln niemanden mehr, für eine Verfolgung ist es zu spät. Beim Öffnen der Siegelringschachtel ist diese leer, der Betrug somit offensichtlich. Resigniert meint der Koch zu seinem Chef, dass Tisch 6 an jenem Abend leer bliebe. Dieser entgegnet ironisch mit "Alles klaro".
  • Darsteller:
  • Zitate: "Marquin!!"; "Herr Duber. Ich weiß, das Lokal gehört Ihnen. Aber die Gäste gehören mir! -- Je dois cuisiner maintenant."; "Und nun soll ich Ihnen das erst mal geben - oder wie?"; "Auslegen, M. Marköhn, nur für 'ne halbe Stunde lang auslegen."; "Wieviel müsstest du haben?"; "540!"; "... Donnerwetter!!"
  • Bewertung:
  • Besonderheit: Aufwandsoptimierter Betrug: die Ringschachtel hat der Anrufer aus einem öffentlichen Mülleimer aufgelesen.

Kaffeefahrt mit dem Enkel

  • Details: Zur Einführung zeigt der Filmfall den Drahtzieher und "Animateur" windiger Kaffeefahrten namens Hajo Pfreund im BMW Z3 Cabrio bei kurzem Dialog mit dem Gastwirt des Veranstaltungsortes. Szenenwechsel: Oma hat eine Gewinnbenachrichtigung über ein Auto in der Post. Die Abholung des Gewinns ist mit der Teilnahme an einer Kaffeefahrt verbunden. Sie würde, allein schon als Ausflug, gern teilnehmen. Bespricht Sache mit kritischem Enkel Thomas, der schließlich bereit ist, sie zu begleiten und will sie dabei vor überteuerten Warenkäufen schützen. Fahrt im Omnibus findet planmäßig statt, wenngleich dafür unerwartet bezahlt werden musste. Bogen zurück zur Gaststätte: finale Vorbereitungen für die Ankunft der betagten Leute laufen auf Hochtouren, kurz darauf fährt der Bus vor. Freundlicher Empfang und sogleich hält Herr Pfreund vor versammelter Menge einen Kurzvortrag zu gesundheitlichen Beschwerden mit gezieltem Bezug auf typische Leiden und Krankheiten alter Menschen, derweil seine Helferinnen die aufgelegten Produkte zu deren angeblicher Linderung enthüllen. Thomas kritisiert in einer Pause unverhohlen die zum Kauf der Produkte animierende Angstmacherei, was Herrn Pfreund sichtlich irritiert. Unerwartet kommt ihm zu Hilfe, dass die Oma ihre Herztabletten im Bus liegen ließ und ihren Enkel nun zum Suchen schickt. Sogleich wird ihr eine Rheuma-Decke zum "Vorzugspreis" von 600 DM angedreht, die sie kurz darauf zum Bus trägt, woraufhin Thomas erkennen muss, dass er sich als "Schutzengel" nicht bewährt hat. Auch andere Gäste kaufen von den überteuerten und für den angegebenen Zweck teils schlicht untauglichen Produkten. Als es aber schließlich zu den Gewinnvergaben kommt, werden nach blumigen Einleitungen über "mehrere geknackte Jackpots" dann Bruchwerte mit Hundertsteln als Nenner vorgerechnet, so dass die Gäste je zwischen zwei und vier Mark erhalten. Nun lassen die Senioren ihrem Ärger durch entsprechende Ausrufe freie Luft. Die Firma hat sich jedoch durch das "Kleingedruckte" abgesichert: das Auto war nur als ein möglicher Gewinn angegeben, einer der anderen Gewinne war der "Jackpot" ohne nähere Spezifikation. Insbesondere nach der damaligen Rechtslage hätte das Auto auch nicht eingeklagt werden können.
  • Darsteller:
  • Zitate: "Spontan nicht so toll, was? Herr ... Pfreund, nicht?"; "Ja - (P)freund und Helfer."; "Ah ja."; "Wer sind Sie?"; "Och, ich begleite nur eine Ihrer Hauptgewinnerinnen -"; "Ooh, wie rührend. Der Enkel und die Oma!"; "Vielleicht warten die Leute ja noch auf ihre Gewinne!"; "Die kriegen sie noch früh genug."; "Hmm. Ich mein', einige haben auch Hunger, es ist halb drei."; "Jetzt sag' ich Ihnen mal was. Essen gibt's, wenn wenigstens zehn größere Artikel verkauft sind, mindestens. Die Lucky Promotion hat bei der gesamten Aktion enorme Unkosten gehabt. Und ein bißchen dürfen wir ja vielleicht auch mal an uns denken - oder?"
    "Quatsch, das sind doch pro Person höchstens -""...drei Mark."; "Drei Mark?"; "Manche bekommen auch vier Mark. Ein solcher Beschiss!"; "Ist ja 'ne Schweinerei hier!"
  • Bewertung: ***
  • Besonderheit: Von der Masche gleichartiger Kaffeefahrten-Nepp 31 Jahre zuvor in VF 024 (Sendung vom 04.10.1969) präsentiert; dort wurde jüngeren Leuten bereits der Zutritt in den Omnibus zur Veranstaltung verwehrt.

Das wertlose Pfand

  • Details: Friedhofsgärtner-Ehepaar ist bei der Arbeit, als ein seriös gekleideter Fremder spontan auf den Mann zutritt und auf ein vernachlässigtes Grab in der Nähe mit der Frage zeigt, wer dort begraben sei. Der Gärtner kann sofort Auskunft geben, da dies ein damals beliebter Lehrer namens Hahn sei. Der Fremde wundert sich scheinbar, dass augenscheinlich niemand nach dem Grab schaut. Der Gärtner muss ihm beipflichten und verweist diesbezüglich auf eine Frau Frieda Baumann, die gleich in der Nähe wohne und bei jenem Lehrer die Schulbank gedrückt haben dürfte.
    Der Fremde bekommt noch mit, dass der Gärtner bald wegfahren muss und begibt sich dann zu Frau Baumann, trifft sie im Garten an und stellt sich nun mit dem Namen Hahn vor. Er sei Enkel des Lehrers Hahn, dessen Person positive Erinnerungen bei Frau Baumann weckt. Danach kommt der vermeintliche Enkel zur Sache: er habe den Zustand des Grabes gesehen und sich vorgenommen, diesen zu bessern. Er sei Antiquitätenhändler und zufällig beruflich vor Ort. Es gäbe aber das Problem, dass der Friedhofsgärtner eine Baranzahlung auf die in Auftrag gegebene Grabpflege haben wolle. Der angebliche Enkel gibt vor, gerade alte Taschenuhren eingekauft zu haben und nicht flüssig zu sein. Er müsse dafür wohl erneut vorbeikommen, ausser, Frau Baumann streckt gegen Pfand diesen Betrag vor. Für drei Jahre Grabpflege wären 1000 DM Anzahlung erforderlich. Als Pfand könne er drei Taschenuhren übergeben, die angeblich bereits im Einkauf viel mehr gekostet hätten.
    Frau Baumann nimmt vor Ort den Zustand des Grabes bestürzt zur Kenntnis und unterhält sich bezüglich Grabpflege noch mit der Friedhofsgärtnerin. Diese bestätigt, dass sich "ein Herr mit schwarzem Hut" mit ihrem Ehemann zuvor unterhalten hätte. So geht Frau Baumann davon aus, dass die Aussagen des Fremden stimmen. Den Inhalt des Gesprächs kann die Gärtnerin nicht wiedergeben, und den Gärtner selbst kann sie nicht fragen, da er zwischenzeitlich wegfahren musste. Sie übergibt dem Betrüger die 1000 DM gegen die Taschenuhren und bittet ihn, nun den Auftrag der Grabpflege bei der Gärtnerin zu platzieren. Im Anschluss hört sie nichts mehr von dem vermeintlichen Enkel, und die als Pfand überlassenen Taschenuhren stellten sich als wertlos heraus. Abmoderation bezeichnet den Trick als "seltsame Geschichte" und Einzelfall.
  • Darsteller:
  • Zitate: "Undank ist der Welten Lohn. Kommt da wirklich niemand vorbei und stellt 'n Blümchen hin?"; "Heinrich! Du musst nach Karlsruh'!"
  • Bewertung: *
  • Besonderheit:


Vorherige Sendung: VF 174 (Sendung vom 08.03.2000)

Nächste Sendung: VF 176 (Sendung vom 31.05.2000)

Zurück zur Übersicht: Vorsicht Falle – Alle Sendungen