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Kategorie:Nebenbeschäftigungsschwindel

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Als Nebenbeschäftigungsschwindel wird die Masche bezeichnet, bei der den Opfern in der Regel über Zeitungsinserate eine nicht-reelle Nebenbeschäftigung angeboten wird, um ihnen möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen: Betroffene sind oftmals Personen, die ihren Lebensunterhalt aufstocken möchten, für die aufgrund persönlicher Umstände wie Alter, Gesundheitszustand, familiäre Verpflichtungen ein Vollerwerb aber nicht in Betracht kommt. Teils besteht auch schlicht die Hoffnung auf überdurchschnittlichen Verdienst bei relativ geringem Arbeitsaufwand, zumal wenn das Opfer relativ ahnungslos von der Materie des Geschäfts ist.

Manche der Maschen werden zusätzlich oder alternativ auch als Hauptexistenz offeriert. Fließende Übergänge bestehen im Übrigen zum Heimarbeitsschwindel; die Grenze ist dort zu erkennen, wo eng umgrenzte Arbeiten ohne eigenes Geschäftsrisiko zur anschließenden weiteren Verwendung durch den Auftraggeber und regelmäßig gegen Stücklohn ausgeführt werden.

Angeboten werden z.B. Generalvertretungen, Auslieferungslager und verschiedene selbständige Tätigkeiten je nach Mode der Zeit, in den 60er/70ern etwa die Betreuung von Verkaufsautomaten. Meist ist vorab ein größerer finanzieller Kapitaleinsatz erforderlich, oft begründet als Gegenleistung für ein Alleinvertretungsrecht oder als Sicherheit für gelieferte Waren. Nachdem das Kapital transferiert wurde, passiert entweder gar nichts mehr, da die Betrüger sich mit der Vorleistung aus dem Staub machen. Oder die Masche wird noch erweitert und gleichzeitig verschleiert, indem das Opfer vereinbarungsgemäß Artikel geliefert erhält, die sich dann aber als überteuert bzw. minderwertig und somit als Ladenhüter erweisen. Auch im Fall von Dienstleistungen bleibt schon nach kurzer Zeit die Nachfrage aus. Selbstverständlich haben sich die Täter durch geschickte Formulierung ihrer Vertragsklauseln vor einer Rückzahlung des Kapitals bzw. eine Rückgabe der Waren geschützt; Geschäftsrisiken sind voll auf die Opfer abgewälzt. Wird der Betrug unter einer Firma organisiert, so schafft man dort die ergaunerten Gelder rasch beiseite und meldet rechtzeitig Konkurs an, um einer Haftung zu entgehen.